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ICE fahren kann Spaß machen

ICE fahren ist ja meist nicht so spannend. Der Zug kommt spät, fährt schnell und ist voller Anzugheinis. Doch nicht dieser. Der ICE 622 von Nürnberg ins schöne Kölle am Rhing hatte nur 5 min Verspätung (was in der in der ICE Welt keine Verspätung ist). Als wir einstiegen begrüßte uns Biergeruch und lauter Männergesang (Um mal kurz abzuschweifen: für mich eine sehr deutsche Sache, lauter und falscher Chorgesang aus gut benetzten Männerkehlen). Aber zurück zum Thema: Bier, Männer und Gesang im ICE. Find ich ja gut. Einigermaßen singen konnten sie sogar auch. Zumindest am Anfang, später ließ die Qualität und vor allem die Textsicherheit dann doch ein bisschen nach. Auf einem unserer Plätze saß ein etwas punkiger, etwas angepisst wirkender Typ der nicht aufstehen wollte. War ja auch egal, war ja genügend frei, also drohten wir nur ihn notfalls wegzutragen und passten unsere Sitzordnung an die Situation an. Er grinste. Wir dann auch. Die fröhlichen Männer sangen immer noch. Erst dacht...

Country roads, take me home...

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I guess Venezuelan traffic can be scary. German traffic too, but in a completely different way. German traffic is fast, silent and organized. Which can be really intimidating. I remember, when I made my German license I was terrified of the famous Autobahn.To me it seemed like a giant, well oiled, silent machine where every small mistake would have disastrous consequences. And of course my biggest worry was, to be the one making that mistake. Which luckily never happened. And even now that I am used to it, I must admit, that a road, where on one side you have senior citizens driving at about 80 km/h and on the other some stressed manager in his Porsche flying by at 210 km/h, inspires some kind of cautious awe. I never got an Venezuelan license. Which is indeed very common amongst Venezuelans. And, yes, by this I include people who drive every day. And this is the scary thing about Venezuelan traffic. Venezuelan traffic is everything German traffic is not. It is slow, loud and chaoti...

The perks and woes of being a NiNi

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First of all, apologies to all non-english speaking readers (or english-reading reader for that matter). This is the first woe of being a NiNi, chosing a language for a blog post can be quite difficult. "A NiNi?" - You ask. Yes, a NiNi. NiNi stand short for "Ni esto, ni lo otro", spanisch for "Neither this nor that" and is a term used for things and people who are exactly this. For example people like me, neither Venezuelan nor German and also both at the same time.

Finnland, the beginning - A long expected journey

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So, und jetzt der versprochene Finnland Bericht mit Fotos. Irgendwann ging es dann endlich los. Mit meinem schönen lila Rucksack von G-Town hinaus in die Welt. Leute denken immer ich wäre ein Rucksack-Touri, wenn ich auf Geschäftsreise gehe. Woran das wohl liegt? (Mein Rucksack braucht dringend einen Namen (das fällt mir dann nach ca. 15 Jahren ein...)). Oder sie sagen "Oh, sie fahren sicher auf den Künstlermarkt in XYZ und stellen da aus!". Antwort: "Nö, auf 'ne Informatikerkonferenz zum Vortragen" (wahrscheinlich denken die Leute dann ich verarsche die). Doch ich schweife ab (mal wieder (lalalala (Oh, ein Eichhörnchen! *wegrenn*)). Zurück zur Finnlandreise. Fassen wir den Anfang zusammen: Zug, chaka-chaka-choo-chooo, Frankfurt, Flugzeug, brööööööööm, Helsinki. Es schneit. Rechts von der Landebahn ein Schneeberg. Links von der Landebahn ein Schneeberg. Auf der Landebahn ein bisschen weiß. Kein Problem in Finnland. Die Mine freut sich. Die Freu...

Finally Finland

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Es fing so mit 16 an. Damals schaute ich noch regelmässig Formel 1 Rennen (Eine Tatsache, die mir Leute irgendwie nie zutrauen). Ganz vorne (naja, fast ganz vorne (Wunschdenken)) mit dabei: Mika Häkkinen. Den fand ich gut. Also nicht nur in seinen Rennfahrer-Qualitäten versteht sich. Und der war aus Finnland. Was für mein 16jähriges Ich natürlich zu dem logischen Schluß führte, dass Finnland an sich auch gut sein MUSS. So nach und nach las ich mir dann auch ein paar vernünftige Gründe an Finnland toll zu finden. Es ist recht leer - mag ich. Recht kalt - mag ich auch. Und die Sprache erst... Agluttinierende Sprachen sind sowieso cool. Die sind quasi wie Legos. Man hat ein paar Bausteine und baut sich damit ein RIESENWORT, was dann praktisch fast ein ganzer Satz ist. Saucool. Außerdem ist Quenya auch agluttinierend (Für nicht Nerds: Hochelbisch (Für absolut Uninformierte: Eine der Sprachen aus dem Herrn der Ringe (Für noch Uninformiertere: Ernsthaft? Das Konzept "Buch" ist eu...

So "german", so "Grimm"...

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Auf der Suche nach neuen Serien bin ich kürzlich auf "Grimm"   gestoßen. Und nur eine Warnung gleich zu Anfang: ich kann keine Serien beschreiben ohne ein bisschen zu Spoilern. Also seit gewarnt: Spoilers, right ahead!

Bindungsprobleme

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Ich lege mich äußerst ungern fest. Das fängt an bei ganz simplen Dingen wie festen Zusagen. Egal zu was. Wenn das Ereignis mehr als 24 Stunden entfernt ist, sage ich zu 90% erstmal "mal sehen". Ich könnte ja spontan keine Lust haben. Es könnte ja spontan ein besseres Angebot der Freizeitgestaltung meinen Weg kreuzen. Ich könnte ja spontan auf etwas Anderes Lust haben. Und, und, und... Es ist für mich auch recht schwer irgendeinen Kurs zu belegen. Denn egal, wie sehr es mir Spaß macht, die Vorstellung an einem bestimmten Tag, um eine bestimmte Zeit, für einen bestimmten Zeitraum immer dasselbe zu machen, finde ich ganz schlimm. Vielleicht finde ich es ja dann doch nach einer Woche doof. Vielleicht ist der Kurs ja doof. Oder der Kursleiter. Oder die Kursteilnehmer. Und außerdem: Vielleicht verpasse ich ja etwas viel Besseres, nur weil ich an dem Tag in meinen Kurs muss. Ich habe sämtliche Browser auf meinem Rechner und benutze sie abwechselnd. Es kotzt mich ziemlich an...