Summerbreeze 2013 oder auch "Manchmal klappt halt nicht alles"

Es gibt ja Tage, über denen steht ein schlechter Stern. Manchmal gleich mehrere hintereinander (Tage nicht Sterne). Und dieses Phänomen trat (leider) auch dieses Jahr auf dem Summerbreeze zutage.

Aber erstmal vorweg: Es war ja nicht alles Scheiße. Die Musik und die Leute, zumindest die, mit denen ich näher zu tun hatte, waren super. Und das ist ja eigentlich das Wichtige. Aber alles andere war recht suboptimal.

Es fing mit der Hinfahrt an. Spätestens 17:00 Uhr wollten wir los. Hätte ja auch geklappt. Wenn mein Brüderchen nicht an der falschen Haltestelle ausgestiegen wäre (+5 min). Wenn ich nicht meine Flip-Flops vergessen hätte, weshalb wir zum Supermarkt fahren mussten (+10 min). Wenn wir beim FlipFlop und Zahnbürste kaufen nicht mal wieder so planlos im Supermarkt rumgeirrt wären (+10 min). Wenn nicht auf dem Supermarktparkplatz mein Türschloss auf der Fahrerseite kaputt gegangen wäre, was uns erstmal in eine leichte Verzweiflung stürzte (+5 min). Ein halbe Stunde später als geplant ging es dann also los. Bis jetzt noch alles im grünen Bereich. Eine kleine Verspätung hat man (also wir Südamerikaner) ja immer, ins Auto kam man auch noch rein und Stau gab es auch wenig.

Dann schien es besser zu werden. Wir fanden die anderen. Wir kamen problemlos auf den Platz vor den Schleusen. Und ein oder zwei Stunden Schlaf fand man dann auch noch.


05:00 morgens. Parkplatz-vor-der-Eingangsschleuse. Mine mit Schlafentzug und ohne Brille. Es klopft ans Auto und jemand ruft "Wir können rein!". Da wir im letzten Jahr erst um 07:00 aufs Gelände durfte und man das offiziell erst um 10:00 darf, dachte ich natürlich irgendjemand ist besonders witzig (oder glaubt es zu sein). Bis der jemand in einen wohlbekannten roten Sprinter vor uns stieg. Also panisch aus dem Auto hüpfen, Bruder wecken uns nach vorne rennen. Bändchen holen.

Die zwei, uns ebenfalls wohlbekannten, Herren im Auto direkt vor uns blieben gelassen. Man könne auch das Bändchen später holen. Ich war anderer Meinung. Die Herren vom Einlass später dann auch. Was dann dazu führte, dass sie dann doch noch für das Bändchen anstehen mussten, während ein Kumpel ihr Auto durch die Schleuse vor. Das heisst erstmal zu den Glasdurchsuchern.

"Könnt ihr komplett auseinandernehmen, ist eh nicht mein Auto"
"Habt ihr Glas dabei?"
"Keine Ahnung, ist ja nicht mein Auto"

Nach der Durchsuchung rauf aufs Gelände. Ich war das letzte Auto. Die anderen waren schon außer Sichtweite. Aber ich wusste wo wir hin wollten. Auf jeden Fall auf die rechte Spur. Durften wir aber nicht. Und leider war ich mal wieder viel zu nett und fuhr den Ordner nicht um. Sondern glaubte ihm auch noch den Spruch "Fahrt mal durch, die Kollegen hinten schicken euch dann rüber". Man muss an der Stelle erwähnen, dass ich vor zwei Jahren schonmal von meiner Gruppe getrennt wurde, weil irgendein Arsch mir sagte, ich könne später rüber. Man muss aber auch erwähnen, dass man rein wege-technisch durchaus "rüber" kommt. Sagen wir mal so, das nächste Mal glaube ich das nicht mehr und werde radikal. Auto gegen Ordner. Ich bin im Vorteil.

Aber nicht dieses Mal. Dieses Mal ließ ich mich wieder treudoof von Einem zum Nächsten schicken und hoffte das Beste. Bis wir auf die Wiese geleitet wurden. Jochen, den wir unterwegs noch aufgelesen hatten, nachdem er endlich be-Bändchent wurde, war positiver eingestellt und meinte "Vielleicht kannst du ja später noch rüber fahren". Ich, schon Ordner-geschädigt, fluchte nur noch. Der Ausgang des Ganzen war mir klar. Also Auto wie angewiesen parken. Kurz wartete ich noch, aber dann merkte ich: Vor meinen Reifen, ein unüberwindbarer Abgrund - zumindest für meinen lieben Bär. Hinter mir: Leute die wie wild Zelte aufbauten. Also schnell raus und selber aufbauen. Ich penne ja im Bär, aber seinen kleinen Bruder muss man ja in der Nähe parken. Schwesterliche Verantwortung und so. Ich muss den Jungen ja versorgen. Mit Bier.

Im Auto neben uns saßen zwei (oder drei?) fassungslose Mädels denen dasselbe widerfahren war. Die waren aber noch nicht so abgebrüht und als sie sich erholt hatten, war hinter ihrem Auto alles voll. Nicht mit ihren Zelten, muss man anmerken. Ich habe ja, nett wie ich bin, extra nachgefragt und Platz gelassen. Sind aber nie alle nett. In dem Fall war keiner nett. Außer mir. Ich bin ja immer nett.

Um wieviel Uhr wurde das erste Bier geöffnet?

Wieso sollte man vor fremden Auto keine Würstchen essen?

 Und, endlich: Mine hat ihre Angepisstheit einigermaßen überwunden und hat Bilder produziert (falls euch dieser Post ein wenig nackt vorkam).

Das alles und viel mehr in der nächsten Folge!

Comments

Popular posts from this blog

Arschlöcher. Hier, dort und überall.

Radio Bär

Radio Bär